Abrechnungsprozesse in der Energiewirtschaft laufen heute in vielen Bereichen bereits systemgestützt ab. Trotzdem entsteht rund um die eigentliche Abrechnung weiterhin viel manuelle Arbeit. Besonders dann, wenn Daten geprüft, Abweichungen geklärt oder fehlerhafte Vorgänge nachbearbeitet werden müssen, ist häufig noch Handarbeit gefragt.
Ein erheblicher Teil dieser Aufgaben lässt sich heute jedoch automatisieren.
Dieser Artikel zeigt, welche Abrechnungsprozesse sich in der Energiewirtschaft automatisieren lassen und wo die größten Potenziale für eine Entlastung im operativen Alltag liegen.
Automatisieren Sie Ihre energiewirtschaftlichen Prozesse und Dialoge mit uns, inklusive Analyse, Entwicklung, Testing, Betrieb, Monitoring und Unterstützung bei komplexen Sonderfällen.
Abrechnungsprozesse eignen sich besonders gut für Automatisierung, weil sie in hohen Fallzahlen auftreten und für ihre Bearbeitung viele wiederkehrende Schritte notwendig sind. Diese Kombination aus hohen Fallzahlen und klar definierten Abläufen sorgt dafür, dass die Automatisierung einzelner Abrechnungsschritte den manuellen Aufwand deutlich reduzieren kann.
In der Praxis folgt jedoch nicht jeder Vorgang vollständig dem vorgesehenen Standardprozess. Laut PwC weichen bei Energieversorgern 20 bis 30 Prozent der betrachteten Abrechnungsprozesse vom Soll-Prozess ab. Dadurch entsteht zusätzlicher Bedarf für manuelle Nacharbeiten, Umwege und Klärfälle, die Mitarbeiterressourcen binden.
Ein Teil dieser Abweichungen lässt sich jedoch ebenfalls automatisiert erkennen und bearbeiten. Dazu gehören zum Beispiel wiederkehrende Fehlerbilder, unvollständige Datensätze oder klar definierte Klärfälle. Fachkräfte können dadurch zusätzlich entlastet werden und sich stärker auf die Fälle konzentrieren, die tatsächlich eine individuelle fachliche Bewertung erfordern.
Welche weiteren Prozesse und Dialoge sich in der Energiewirtschaft automatisieren lassen, zeigen wir in unserem Überblick zur Prozess- und Dialogautomatisierung in der Energiewirtschaft.
Die folgenden Bereiche bieten nach unserer Erfahrung besonders großes Potenzial, sowohl hinsichtlich des Volumens als auch der möglichen Effizienzgewinne.
Damit ein Vorgang abgerechnet werden kann, müssen die hierfür relevanten Daten vollständig und plausibel sein. Dazu gehören zum Beispiel Zählerstände und Verbrauchswerte. Um das sicherzustellen, sind wiederkehrende Prüfungen notwendig, die sich gut automatisieren lassen.
Unauffällige Vorgänge können anschließend direkt weiterverarbeitet werden. Fälle mit Abweichungen oder unklaren Ergebnissen werden dagegen aus dem Standardprozess ausgesteuert und gezielt zur weiteren Prüfung oder Bearbeitung weitergegeben.
Nicht jeder Vorgang kann nach der Datenprüfung direkt abgerechnet werden. Fehlende oder fehlerhafte Informationen, bekannte Fehlerzustände oder technische Probleme können dazu führen, dass ein Vorgang nicht weiterverarbeitet wird.
Solche Fälle lassen sich automatisiert erkennen, einordnen und je nach Fehlerbild unterschiedlich behandeln. Wiederkehrende und eindeutig lösbare Probleme können direkt automatisiert bearbeitet werden, während komplexere Fälle gezielt an Fachkräfte weitergegeben werden.
Auch nach der eigentlichen Abrechnung entstehen häufig wiederkehrende Bearbeitungsschritte. Dazu gehören zum Beispiel Korrekturen, Statusänderungen, Datenübertragungen zwischen Systemen oder das Anstoßen definierter Folgeprozesse.
Diese Aufgaben lassen sich häufig automatisieren, wenn der Bearbeitungsweg klar vorgegeben ist, wodurch ein Teil der manuellen Nacharbeit entfällt.
Sind alle abrechnungsrelevanten Daten vollständig und liegen keine Abrechnungshindernisse vor, kann die eigentliche Abrechnung in standardisierten Fällen automatisiert durchgeführt werden. Auch die anschließende Rechnungserstellung und Übergabe an nachgelagerte Prozesse kann ohne zusätzliche manuelle Bearbeitung erfolgen.
Bei vielen Energieversorgern werden Abschläge auf Basis des erwarteten Verbrauchs und der voraussichtlichen Kosten festgelegt. Die Berechnung und Anpassung dieser Abschläge kann regelbasiert erfolgen und dadurch weitgehend automatisiert werden.
Ändern sich Verbrauch, Preise oder andere abrechnungsrelevante Grundlagen, können Abschlagsbeträge entsprechend neu ermittelt und in den weiteren Prozess übernommen werden.
Wir analysieren Ihre bestehenden Abrechnungsprozesse, identifizieren geeignete Automatisierungspotenziale und priorisieren die Bereiche mit dem größten Entlastungspotenzial.
Anschließend übernehmen wir auf Wunsch auch Umsetzung, Testing, Monitoring und laufenden Betrieb der Automatisierung.
Am Anfang sollte nicht die Auswahl einer bestimmten Technologie stehen, sondern die Frage, an welchen Stellen im bestehenden Abrechnungsprozess tatsächlich manueller Aufwand entsteht. Besonders interessant sind dabei wiederkehrende Tätigkeiten, häufig auftretende Fehlerbilder und Prozessschritte, die nach klaren Regeln bearbeitet werden.
Auf dieser Grundlage lässt sich entscheiden, welche Aufgaben automatisiert werden können und welche weiterhin eine manuelle Bearbeitung benötigen. Erst danach sollte geprüft werden, welche technische Lösung sich für den jeweiligen Prozess eignet. Je nach Anwendungsfall können beispielsweise RPA, digitale Workflows oder KI zum Einsatz kommen.
Dass sich dabei auch im Bereich Abrechnung zahlreiche Ansatzpunkte ergeben, zeigt unsere bisherige Projekterfahrung. Von den inzwischen mehr als 200 durch DMS automatisierten Prozessen in der Energiewirtschaft entfallen mehrere auf abrechnungsnahe Abläufe. Dazu zählen beispielsweise die Zählerstandserfassung und -prüfung, das automatisierte Starten von Abrechnungsläufen sowie die Prüfung von Lieferantenrechnungen.
Mit der einmaligen technischen Umsetzung ist es jedoch nicht getan. Automatisierungen müssen getestet, überwacht, bei Fehlern betreut und bei Änderungen an Systemen, Daten oder Prozessen angepasst werden. Gerade bei Abrechnungsprozessen ist es deshalb sinnvoll, Analyse, Entwicklung und laufenden Betrieb zusammenzudenken.
Genau darauf ist DMS Automation as a Service ausgelegt. Wir übernehmen auf Wunsch den gesamten Weg von der Prozessanalyse und Potenzialbewertung über Entwicklung, Tests und Go-Live bis hin zu Monitoring, Incident Management und laufender Weiterentwicklung. Auch Sonderfälle lassen sich abdecken. Wir stellen dafür bei Bedarf qualifizierte Fachkräfte bereit, die Fälle übernehmen, bei denen weiterhin eine manuelle Bearbeitung erforderlich ist.
Wir analysieren Prozesse und Dialoge, bewerten geeignete Automatisierungspotenziale und priorisieren die Use Cases mit dem größten Mehrwert.
Danach übernehmen wir die Umsetzung, das Monitoring und den stabilen Betrieb – als Service aus einer Hand.
7+
Jahre Automationserfahrung
60+
Zufriedene Kunden
200+
automatisierte Prozesse
Quellen:
Digital Operations In der Energiewirtschaft, abgerufen am 24.08.2026
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